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Die Berufsschultour im Frühjahr endet.

DGB-Jugend zieht positive Bilanz ihrer Berufsschultour

 

Die DGB-Jugend Baden-Württemberg hat eine positive Bilanz ihrer Berufsschultour gezogen. Zwischen dem 16. und 31. Mai führte ein Team aus Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen die Berufsschultour an insgesamt sechs Schulen in Baden-Württemberg durch. Die Stationen führten sie von Künzelsau über Freiburg und Lörrach nach Radolfzell und Wehingen bis zum Abschlusstag nach Reutlingen. Insgesamt wurden so über 300 Auszubildende direkt an den Beruflichen Schulen erreicht. Im Mittelpunkt steht der sechsstündige „Projekttag für Demokratie und Mitbestimmung“, in dem die Jugendlichen über die Verteilung von Reichtum und Armut in Deutschland, die Aufgaben von Gewerkschaften und ihre gesetzlichen und tariflichen Rechte aufgeklärt werden. Ebenso können die Jugendlichen vorhandene Probleme in der Ausbildung mit den Ehrenamtlichen oder direkt mit den Jugendsekretären der DGB-Mitgliedsgewerkschaften besprechen. Pünktlich zum Ausbildungsstart plant die DGB-Jugend zwischen dem 19. September und dem 11. November wieder eine Berufsschultour durch Baden-Württemberg.

„Jetzt weiß ich endlich, an wen ich mich wenden kann, wenn ich Probleme in der Ausbildung habe“, sagte Christopher, 18 Jahre aus Reutlingen in der Abschlussrunde des „Projekttags für Demokratie und Mitbestimmung“, den die DGB-Jugend im Rahmen ihrer Berufsschultour durchführte. „Unser Ziel, Auszubildende und junge Beschäftigte über ihre Rechte und Pflichten in der Ausbildung aufzuklären und ihnen konkrete Hilfestellungen zu bieten, haben wir wieder erreicht“, bestätigte Tanja Trost, Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend und Organisatorin der Berufsschultour.

„Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn erfahren die Jugendlichen schnell ihre Pflichten, aber viel zu selten kennen sie ihre Rechte. Immer wieder erzählen uns die Jugendlichen in den Klassen, dass sie ausbildungsfremde Tätigkeiten verrichten müssen und die vorgeschriebenen Arbeitszeiten nicht eingehalten werden. Bei Unwissenheit ist Gesetzesbrüchen so Tür und Tor geöffnet“, so Annika Wörsdörfer, Landesjugendsekretärin der DGB-Jugend Baden-Württemberg. Der Ausbildungsreport 2010 belege, dass schon jetzt 40,2% aller Minderjährigen in ihrer Ausbildung Überstunden leisten, obwohl dies laut Jugendarbeitsschutzgesetz klar verboten ist.

„Die heutigen Auszubildenden sind die Fachkräfte von morgen, die unser Land so dringend benötigt. Leider brechen in vielen Branchen die Jugendlichen ihre Ausbildung aufgrund schlechter Bedingungen und Behandlung im Betrieb vorzeitig ab statt die Chance einer guten Ausbildung mit Übernahme zu erhalten. Mit der Berufsschultour setzen wir ein klares Zeichen der Aufklärung, damit die jungen Menschen ihre Rechte kennen und zeigen ihnen gewerkschaftliche Anlaufstellen bei Problemen auf. Schließlich sind wir als Gewerkschaften die Experten auf diesem Gebiet und sehen uns klar in der Verantwortung“, so Marion v. Wartenberg, stellvertretende DGB-Landesvorsitzende.